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Teehaus

Statik : Rupprecht / Krüger

Teehaus
Turm Gerüst
Kroetz Eckert Rupprecht
Kroetz Eckert Rupprecht
Lehmbaden
Lehmbaden

‘L e h m s c h l o t’

 

IDEE

dieses Turmes war es, ein Beispiel für das Bauen mit Erdstoffen zu geben : ”Der Erde Stoffe entnehmen, sie verfeinern, ohne sie zu verunreinigen” und die Machbarkeit mit heutigen Baumethoden zu zeigen.

 

FUNKTION

Ofen, Schornstein, Demonstrationsobjekt in 3- geschossiger Stampflehmbauweise.

 

KONSTRUKTIONSPRINZIP

Grundkörper mit Ofen, vier sich verjüngende Säulen: Gestampfter, kiesiger Lehm (1/4 Kies), Abgleichschichten und waagerechte Wetterschutzschichten als Ziegelkränze in Kalkmörtel. Turmkopf : Gebrannte Ziegel in Kalkzementmörte. Fundament und Sockel : Pflastersteine, Ziegel, Abbruchmaterial, in Kalkzementmörtel. Senkrechte Flächen : Diverse Anstriche aus Kalk, Quark, Molke, Öl, Lehm, Erdfarben.

 

TEST , DEMONSTRATIONABSICHT

Nachweis der Möglichkeit des Bauens in Stampflehmbauweise unter normaler Witterung in unseren Breiten. Theoretischer und praktischer Standsicherheitsnachweis (Druck, Windkräfte) eines turmartiges Gebäudes mit den Lastanforderungen wie bei einem 3-geschossigen Gebäude. Nachweis für die Ersetzbarkeit von Zementbetonton bei Massebauteilen. Erstellung ohne Schutzdächer , Überprüfung in der Bewitterung durch das norddeutsche Klima. Durchführung des Turmbaus in kombinierter Laien/Fachleutearbeit. Einsatz allgemein bauüblicher Schaltechniken, Benutzung von elektrischen Stampf- und Vibrationsgeräten sowie Handstampfern.

 

ERGEBNIS

Die Erwartungen an die Standsicherheit, Schrumpffreiheit und Einsatzfähigkeit als unter Bewitterung erstelltes Bauteil wurden vollständig erfüllt. Ein Schwinden oder Schrumpf der Einzelsegmente und des Gesamtkörpers war nicht meßbar. Fachleutearbeit war für Rüstung und Schalung erforderlich. Mauer- und Stampfarbeiten ließen sich mit engagierten Laien durchführen. Die Kalk-Kaseinschutzanstriche waren an den Wetterseiten und in den Spritzwasserbereichen nicht ausreichend. An der Westseite kam es zu Durchfeuchtungen und Abbröckelungen. Ein besserer Schutz waagerechter Bauflächen ist durch wasserabweisende aber noch dampf- durchlässige Anstriche zu erzielen. Der sofortige waagerechte Wetterschutz durch Ziegelkränze entsprechend Arbeitsfortschritt hat sich gut bewährt.

Turm Ansicht
Link zu Lehmschlot II